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Ausschreibung des Forschungspreises der VAAM

Der Forschungspreis der VAAM wird für herausragende aktuelle Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Mikrobiologie an Nachwuchswissenschaftler vergeben.

Der Beurteilungszeitraum ist in der Regel die letzten Jahre vor der Preisvergabe. Der Preis wird mit 10.000 € dotiert. Der Forschungspreis der VAAM wird jährlich im Rahmen der Jahrestagung der VAAM vergeben.

Vorschläge für 2017 können bis zum 30. November an den Präsidenten der VAAM gerichtet werden.

Dem Auswahlkommittee gehören zur Zeit an: Prof. Dr. O. Zelder, Prof. Dr. E. Bremer (Marburg), Prof. Dr. R. Schmitz-Streit (Kiel), Prof. Dr. F. Narberhaus (Bochum), Prof. Dr. J. Vorholt (Zürich)

 

 

Julia Frunzke ist Preisträgerin des VAAM-Forschungspreises 2016

Julia Frunzkes Arbeitsgruppe entwickelt Biosensoren, die beispielsweise Aminosäuren in Corynebacterium glutamicum aufspüren. Dieses Bakterium produziert für die biotechnische Industrie Aminosäuren, Proteine und weitere Substanzen im Tonnenmaßstab. Der Sensor wird mit einem Fluoreszenz-Protein gekoppelt. Hierdurch wird die Produktion von Aminosäuren in einzelnen Zellen als leuchtendes Signal sichtbar. So lassen sich beispielsweise Bakterien-Stämme finden, die hohe Mengen bestimmter Aminosäuren produzieren. Anhand des Fluoreszenz- Signals können diese dann gezielt ausgewählt und anschließend weiter gezüchtet und untersucht werden.

Ein weiteres aktuelles Forschungsfeld von Frunzkes Gruppe ist die Aktivierung von bakteriellen Viren (Phagen), die sich in fast jedem Bakteriengenom verstecken. Werden sie aktiviert, verändert dies beispielsweise die krankheitserregenden Eigenschaften eines Bakteriums, ihre Fähigkeit zur Bildung von Biofilmen oder ihre Empfindlichkeit gegenüber Stressbedingungen wie Hitze oder Nahrungsmangel.

Julia_Frunzke_kleinJuniorprof. Dr. Julia Frunzke (36) leitet seit 2013 die Arbeitsgruppe Populationsheterogenität und Signaltransduktion an der Heinrich-Heine- Universität Düsseldorf. Sie studierte Biologie an der Philipps-Universität Marburg und promovierte am Forschungszentrum in Jülich über die Regulation des Eisenhaushalts-von Corynebakterien bei Prof. Dr. Michael Bott. Nach einem Postdoktoranden-Aufenthalt an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich kehrte sie 2009 als Gruppenleiterin nach Jülich zurück und folgte vier Jahrespäter dem Ruf auf eine Juniorprofessur.

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