Sie sind nicht eingeloggt.

Archaea

Fachgruppensprecherin
Prof. Dr. Verena Albers

Universität Freiburg

Institut für Mikrobiologie

Molekulare Biologie der Archaeen

Schänzlestr.1

79104 Freiburg

sonja.albers@biologie.uni-freiburg.de

Stellvertretende Sprecherin
Prof. Dr. Ruth Schmitz-Streit

Universität Kiel

Institut für Allgemeine Mikrobiologie

Am botanischen Garten 1-9

24118 Kiel

rschmitz@ifam.uni-kiel.de


Die Fachgruppe Archaea wurde 2005 gegründet und hat derzeit etwa 100 Mitglieder. Sie soll den an Archaea Interessierten ein Diskussionsforum bieten und den wissenschaftlichen Austausch erleichtern.
Archaea bilden eine kohärente, aber physiologisch und ökologisch sehr diverse Gruppe von Mikroorganismen. Sie wurden 1977 von Carl Woese als 3. Domäne des Lebens neben den Bakterien und Eukaryonten erkannt. In Deutschland waren Otto Kandler, Karl Otto Stetter und Wolfram Zillig an der Entwicklung dieses Konzeptes maßgeblich beteiligt. Viele Archaea leben in extremen Biotopen und Studien über ihre spezifischen Eigenschaften haben unser Wissen über das Leben unter Extrembedingungen revolutioniert. Archaea kommen aber auch in moderaten Biotopen vor und spielen eine wichtige Rolle bei der Methanbildung bzw. im Kreislauf des Stickstoffs. Die Erforschung ihrer Ökologie, Physiologie, Energetik, aber auch ihrer Evolution und Phylogenie ist nach wie vor lohnend. Sie bieten Eigenschaften, die auch für anwendungsorientierte Fragestellungen interessant sind. Neue Zellwandmaterialien, neue Stoffwechselwege und neuartige Zellstrukturen wurden hier entdeckt, und die Enzyme aus hyperthermophilen Archaea finden Anwendung vor allem in der Molekularbiologie.

Im Sommer 2005 wurde in Schloss Hohenkammer bei München eine internationale Archaea-Tagung organisiert, die ein wichtiges Präsentationsforum war. Regelmäßige Treffen der molekular orientierten Archaea-Forscher im deutschsprachigen Raum werden derzeit im Rahmen des von der DFG geförderten SPP "Archaea" durchgeführt.
Geplant sind regelmäßige Workshops und Mini-Symposien bei den VAAM-Tagungen.