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Identifizierung/Systematik

Fachgruppensprecher
Dr. Hans-Jürgen Busse

Institut für Bakteriologie, Mykologie und Hygiene
Veterinärmedizinische Universität
Veterinärplatz 1
A-1210 Wien
Hans-Juergen.Busse@vetmeduni.ac.at

Stellvertretender Sprecher
Prof. Dr. Andre Lipski

Universität Bonn
Meckenheimer Allee 168
53115 Bonn
lipski@uni-bonn.de


Die Bakterientaxonomie und die damit verbundene Beschreibung von neuen Taxa (Arten, Gattungen, Familien, etc.) ist die Basis, auf der neue Bakterienisolate identifiziert werden können. Dabei sollte die Nomenklatur die Bakteriensystematik widerspiegeln. In der Bakteriensystematik spielt die 16S-rRNA-Gensequenz eine essenzielle Rolle, da sie eine phylogenetische Klassifizierung neuer Arten erlaubt. Weiterhin ist eine möglichst umfassende phänotypische Charakterisierung (Morphologie, Physiologie, Chemotaxonomie) dieser neuen Arten erforderlich, um eine spätere Identifizierung neuer Isolate zu erlauben. Mit dem schnellen Anwachsen der Artneubeschreibungen gelangt die 16S-rRNA-Gensequenz häufig an die Grenzen ihrer Auflösung. Daher werden in den letzten Jahren immer öfter die Sequenzen der house-keeping- Gene analysiert, die in vielen Fällen dann auch die erwünschten Erkenntnisse geben. Um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen beschäftigten sich die Minisymposien im Rahmen der VAAM/DGHM-Jahrestagung in Dresden (2014) und der VAAM-Jahrestagung in Marburg (2015) auf Analysen von Genen und Genomen. Dabei lag der Fokus der letztjährigen Tagung auf Genomen und ihrer Bedeutung für die Bakterientaxonomie. Dieses Minisymposium fand regen Zuspruch, was auch durch eine intensive Diskussion nach den Vorträgen deutlich wurde.

Bei der diesjährigen Tagung wird kein Minisymposium stattfinden; dies ist erst wieder für die gemeinsame Tagung mit der DGHM in 2017 geplant. Dort sollen, während einer Mitgliederversammlung Sprecher und stellvertretender Sprecher der Fachgruppe gewählt werden, alternativ über Email.