Mikrobe des Jahres 2014


Nostoc: ein (Über-)Lebenskünstler

Unsichtbar klein sind Mikroorganismen - die Mikrobe des Jahres 2014 ist eine Ausnahme: Nostoc-Arten finden aufmerksame Spaziergänger auf Wiesen und Seen als runde „Teichpflaume“ oder grünbraune Gallerthülle. Diese Mikroben sind mit bloßem Auge zu erkennen. Sie benötigen sauberes Wasser zum überleben und sind daher ein Anzeiger für ein gesundes Ökosystem. Zudem bieten sie zukunftsweisende Ansätze für Medikamente und Biokraftstoffe. Wissenschaftler der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) haben diesen faszinierend vielfältigen Mikroorganismus 2014 zur Mikrobe des Jahres gekürt.

Wer findet Nostoc?

Die Sieger des Wettbewerbes für Schüler/innen und Studierende stehen fest!

Erstmals hatte die VAAM 2014 eine Mikrobe des Jahres ausgerufen.

Da das ausgewählte Bakterium Nostoc sogar mit bloßem Auge zu finden ist, waren Schüler/innen und Studierende in einem Wettbewerb aufgerufen, die Mikrobe des Jahres zu fotografieren oder zu portraitieren.

Mikrobe des Jahres 2014

1. Preis: Timo Schönegg (15)

„Auf meinem Schulweg begleitet mich Nostoc am Wegesrand seit Jahren. Vor einigen Wochen habe ich sogar eine Gallerte gefunden, die meine gesamte Handfläche bedeckt!“

„Im Schülerforschungszentrum habe ich mich mit dem für das Auge unsichtbaren Teil von Nostoc beschäftigt.“

Timo gewinnt eine Reise auf den Mikrobiologen-Kongress „Microbiology and Infection 2014“ und ein Schülerpraktikum in einem mikrobiologischen Institut.

Mikrobe des Jahres 2014

2. Preis: Robin Schönegg (13)

„Der Wettbewerb hat mich inspiriert, Nostoc an meiner Garten-Tafel Platz nehmen zu lassen.“

Robin gewinnt eine Reise auf den Mikrobiologen-Kongress „Microbiology and Infection 2014“, einen Buchpreis, den Kalender „Verborgene Welten 2015“ sowie Nostoc als „Giant Microbe“.

Mikrobe des Jahres 2014

3. Preis: Lena Brandt (11)

„Ich habe Nostoc in den Ferien bei meiner Oma in Messkirch gefunden.“

Lena erhält einen Buchpreis, den Kalender „Verborgene Welten 2015“ sowie Nostoc als „Giant Microbe“.


Weitere Sonderpreise erhielten:

Janis Schönegg (7) als jüngster Teilnehmer.

David Kubon (17) für die besten mikroskopischen Aufnahmen.

Hannah Schmidt (21) für ihre Kombination aus Gedicht und Foto.

Der Wahlkurs „Bio live“ des Dossenberger Gymnasiums Günzburg (10-14 Jahre) für seine Gemeinschaftsarbeit (Video).

Anna Brandt (13) für ihr kreatives Gedicht.

Frederic Thieme (Student) für mikroskopische Aufnahmen von Nostoc insulare.

Die Sieger werden in BIOspektrum 7/2014 portraitiert; alle ausgezeichneten Wettbewerbsteilnehmer werden dort vorgestellt.