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Weltraummikrobiologie

Fachgruppensprecher
Dr. Ralf Möller

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin

Abt. Strahlenbiologie
AG Weltraummikrobiologie


Linder Höhe
51147 Köln
Germany

ralf.moeller@dlr.de

 

Stellvertretende/r Sprecher/in
Prof. Dr. Elisabeth Grohmann

Beuth Hochschule für Technik Berlin

Fachbereich V: Life Sciences and Technology Mikrobiologie


Forum Seestraße
Seestraße 64
13347 Berlin
elisabeth.grohmann@beuth-hochschule.de


Weltraummikrobiologie: Hintergründe, Aufgaben und Faszination

Mehr als 50 Jahre umkreist eine Armada von Satelliten unsere Erde mit vielfältigen Aufgaben der Telekommunikation, Navigation, und Erdbeobachtung, sowie mit dem Ziel, unser Sonnensystem, die Milchstraße und ferne Galaxien zu erkunden. Astronauten haben den Mond besucht, arbeiten auf der Internationalen Raumstation und sollen demnächst den Mars erforschen.

Seit den ersten Raumfahrtmissionen bietet diese einmalige Umgebung auch für die Mikrobiologie zahlreiche spannende Forschungsmöglichkeiten und -aufgaben. Schon mit den ersten Satelliten schickte man Mikroorganismen ins All. Während man zunächst der Frage nachging, ob und in wieweit sie in diesem extrem feindlichen Milieu überleben können, nutzte man schon bald dieses einzigartige Milieu, um grundlegende biologische Fragen anzugehen. Beispiele sind Untersuchungen zur Rolle der Schwerkraft bei zellulären Prozessen, zur biologischen Wirkung der kosmischen Strahlung, zur oberen Grenze unserer Biosphäre, und zum möglichen Transport von Mikroorganismen zwischen den Planeten. Nicht zuletzt seit dem Auftreten von Schimmelbelag an den Wänden der russischen Raumstation MIR sind die Mikrobiologen auch zur Mitarbeit bei der Kabinenhygiene und Versorgung der Astronauten gefordert. Ein weiteres Forschungsfeld befasst sich mit dem Langzeit-Einsatz von neuartigen antimikrobiellen Oberflächenbeschichtungen, die zur Vermeidung der Biofilmbildung auf der ISS sowie in der irdischen Medizin eingesetzt werden können. 

Abgesehen von den vielfältigen Anwendungsgebieten auf der Erde ist Weltraumikrobiologie primär von grundlegender Bedeutung für die Erforschung unseres Sonnensystems (Suche und Entstehung von Leben), Astronautengesundheit, Planetary Protection (dt.: Planetarer Schutz), Lebenserhaltungssysteme, Verhalten von extremophilen Mikroorganismen, Biotechnologie unter Weltraumbedingungen und natürlich die Suche nach extraterrestrischem Leben (Astrobiologie). 

 

Unser nächstes Treffen

Das nächste Treffen der Fachgruppe findet während der gemeinsamen Tagung der EANA (European Astrobiology Network Association) und der DAbG (Deutsche Astrobiologische Gesellschaft e.V.) in Berlin (24.9.-29.9.18, Campus Lankwitz, Freie Universität Berlin) statt.

Weitere Informationen unter: 

http://www.eana-net.eu/index.php?page=Conferences/EANA2018

 

Interesse

 Weltraummikrobiologie-interessierte VAAM-Mitglieder sowie Nicht-Mitglieder mit Interesse und Faszination an Raumfahrt, Weltraumexperimenten und extremen Mikroorganismen sind herzlich zu Teilnahme und Mitwirken an der Fachgruppe eingeladen und können weitere Informationen bei Dr. Ralf Möller & Prof. Dr. Elisabeth Grohmann erfragen.

  

Videos

Interview of the microbiologist & NASA astronaut Kate Rubins

What is astrobiology?

Ask an astrobiologist

Life at extremes and astrobiology

Sampling microorganisms in caves: how to look for life

Astrobiology: The search for life beyond Earth

Life as we (now) know it

What is “planetary protection”?

 

 

 

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